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Künstliche Intelligenz (KI)

KI

Unter "Künstliche Intelligenz" (KI) (engl. Artificial Intelligence, "AI") verstand man lange Zeit "umgangssprachlich" eine Software für Computer oder auch für "humanoide Roboter", die alle wesentlichen Fähigkeiten und Eigenschaften des menschlichen Geistes besitzt, wie z.B. Denken, Verstehen, Bewusstsein aber auch eigene Meinungen, Gefühle, Emotionen, usw., ohne diese aufgrund ihrer Programmierung einfach nur vorzutäuschen oder zu simulieren.

In der wissenschaftlichen Fachsprache bezeichnete man hingegen auch solche Computerprogramme als Künstliche Intelligenz, die menschliches Denken nur nachahmen, also simulieren, wie z.B. so genannte Expertensysteme, die in Technik, Wirtschaft und Wissenschaft bereits erfolgreich zur Anwendung kamen.

Zur besseren sprachlichen Unterscheidung wurde für Künstliche Intelligenz im wissenschaftlichen Sprachgebrauch der Begriff "schwache KI" geprägt, während die oben genannte umgangssprachliche Variante als "starke KI" bezeichnet wurde.

Diese Sprachregelung gilt jedoch mittlerweile als veraltet, da die sogenannte "schwache KI" teilweise einen derart "starken" Einfluss auf so viele Lebensbereiche hat, wie man sie in der zweiten Hälfte des 20sten Jahrhunderts nicht einmal der sogenannten "starken KI" mit einem eigenen Bewusstsein aus der Science-Fiction zugetraut hätte. Man denke da etwa an die KI-gesteuerten "Bots", die in der Lage waren, die öffentliche Meinung so stark zu manipulieren, dass dadurch sogar Wahlen beeinflusst wurden.

KI-Forschung und Selbsterkenntnis

KI-Forschung kann aus ganz unterschiedlichen Gründen betrieben werden. Zum einen, um effizientere, selbstlernende Analyse- und Steuerungssysteme, Anlagen oder sonstige Maschinen zu bauen, zum anderen, um den alten Science-Fiction Traum von "humanoiden Robotern" oder Androiden zu verwirklichen, die möglichst auch noch über ein eigenes Bewusstsein mit einer eigenen Persönlichkeit verfügen. Dabei wird jedoch oft ein dritter Grund vergessen: Selbsterkenntnis!

Viele menschliche Verhaltensweisen, die von unbewussten Gefühlen und Emotionen geleitet sind, stammen teilweise noch aus der urzeitlichen Entwicklungsgeschichte der Menschheit, wie beispielsweise das Prinzip von "Flucht oder Angriff" und beeinflussen auch heutzutage noch, zumeist unbewusst, unser Verhalten.

In der Psychologie, Verhaltens- und Hirnforschung sind die Auswirkungen solcher Verhaltensweisen, etwa das Entstehen von Vorurteilen, Habgier, Neid oder auch Ängsten längst erklärbar. Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse haben schon viel dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen bewusst wird, wie ihr eigenes Verhalten oder auch Fehlverhalten in bestimmten Situationen zustande kommt.

Warum haben es Psychologie, Verhaltens- oder Hirnforschung aber bisher noch nicht geschafft, dass wir in einer sozialeren, gerechteren Welt leben? Die Menschen könnten sich doch eigentlich aufgrund dieser Erkenntnisse selbst viel besser unter Kontrolle haben.

Nun haben allerdings die wenigsten Menschen weder die Zeit, noch das Interesse, jahrelang Hirnforschung zu studieren oder Fachbücher oder Fachzeitschriften darüber zu lesen. Mehr Aufmerksamkeit und Interesse erregen da schon gut gemachte Fernsehdokumentationen mit ihren vielen Videoeffekten und 3D-Computeranimationen. Doch das reicht bei weitem nicht aus, jedenfalls solange der konkrete Alltagsbezug fehlt.

Neue technische Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, insbesondere Anwendungen mit einem konkreten Alltagsbezug, haben da ein wesentlich größeres Potential, breitgefächerte öffentliche Diskussionen über menschliches Verhalten in Gang zu setzten, wie es bisher nur aus akademischen Fachkreisen dieser Forschungsfelder bekannt war, etwa wenn selbstfahrende Autos mit Hilfe einer KI darüber entscheiden sollen, welche Person bei einem Ausweichmanöver, zulasten einer anderen Person, eher geschützt werden soll.

Sich mit den Themen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz zu beschäftigen, bedeutet eben auch immer, sich mit den alten philosophischen Fragen über das Zusammenwirken von Körper und Geist auseinanderzusetzen, in der Hoffnung auf neue Erkenntnisse über sich selbst, bzw. zu einer umfangreicheren Selbsterkenntnis zu gelangen. Und hierin liegt wohl auch die Faszination für KI.

KI-Bedenken im Wandel

Interessant ist es aber auch zu beobachten, wie sich im Laufe der letzten Jahrzehnte und vor allem in den letzten Jahren, die Ängste und Bedenken hinsichtlich der rasenten Entwicklungen im KI-Bereich in der Öffentlichkeit geändert haben. Während eine KI mit Bewusstsein, wie man sie nur aus der Phantasiewelt der Science-Fiction kennt, zunächst viel bedrohlicher wirkte, als rein technische Anwendungen, die lediglich mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz zur Optimierung von Maschinen und Anlagen eingesetzt werden, scheint auch hier ein Umdenken stattzufinden.

Wenn man bedenkt, dass Computerprogramme mit Künstlicher Intelligenz immer öfter an Entscheidungsprozessen beteiligt sind, die auf vielfältige Art und Weise Auswirkungen auf alle möglichen Lebensbereiche des Menschen haben und diese KI dann rein rational etwas "entscheidet", unter völliger Abwesenheit jeglicher Gefühle und Emotionen, dann könnten KIs mit "Bewusstsein", menschliche Bedenken viel besser "verstehen" und der Mensch hätte einfach eine bessere "Verhandlungsposition"...

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