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China sucht Aliens mit Riesenteleskop

SETI in China
Bild (Remix): Pixabay | Bild-Info

Mit dem größten Radioteleskop der Welt lauscht China nach außerirdischen Funksignalen. Das Riesenteleskop mit der Bezeichnung "Five-hundred-meter Aperture Spherical Telescope" (FAST), das einen Durchmesser von 500 Metern hat, wurde im Südwesten Chinas in der Provinz Guangdong errichtet und laut der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua am 25. September 2016 in Betrieb genommen.


Das Radioteleskop in Form einer riesigen Schüssel, bestehend aus 4450 dreieckigen Elementen, befindet sich in einer natürlichen Mulde im Erdboden, eingebettet in einem Gitterrohrring, der von etwa 70 Masten gestützt wird. Scherzhaft wird das Teleskop von Anwohnern daher auch als die größte "Wok-Pfanne" der Welt bezeichnet.

FAST soll für unterschiedliche Zwecke verwendet werden, beispielsweise zur Erforschung von "dunkler Materie" und "dunkler Energie", weit entfernter Galaxien und Pulsare. Durch die hohe Empfindlichkeit des Riesenteleskops sollen außerdem langkettige Kohlenstoffmoleküle in unserer Galaxie, der Milchstraße aufgespürt werden können, aber auch etwa Methanol-Moleküle in anderen Galaxien (s. fast.bao.ac.cn/en/Science.html).

Außerdem beteiligen sich die Betreiber von FAST an der SETI-Forschung (SETI = "Search for Extraterrestrial Intelligence", englisch für "Suche nach extraterrestrischer Intelligenz"), also der Suche nach Funksignalen von außerirdischen Zivilisationen. Diese künstlich erzeugte Radiostrahlung lässt sich von natürlicher Radiostrahlung, wie sie etwa von Pulsaren erzeugt wird, gut unterscheiden.

Erste Messergebnisse lieferte FAST bereits von einem 1351 Lichtjahre entfernten Pulsar. Hierbei handelt es sich um eine natürliche Strahlungsquelle im Universum mit einer sehr starken Intensität. Künstlich erzeugte Strahlung, wie sie etwa durch die Nutzung von Radiowellen, TV-Signalen oder zivilen und militärischen Radaranlagen produziert und von der Erde ins Weltall abgestrahlt wird, ist dagegen viel schwächer und könnte daher aus einer so weiten Entfernung, etwa wenn sie von einer außerirdischen Zivilisation stammen würde, selbst mit dem Riesenteleskop FAST nicht erkannt werden.

Nach eigenen Angaben der Betreiber von FAST könnte das Radioteleskop jedoch mindestens künstliche Signale bis zu einer Entfernung von 28 Lichtjahren entdecken, einem Bereich, in dem sich 1400 Sterne befinden.

Das FAST-Projekt ist Teil des chinesischen Weltraumprogramms, wozu auch der Bau einer Raumstation, die Stationierung eines Raumteleskops, das dem "Hubble"-Teleskop ähnelt, die Landung einer Sonde auf dem Mars und eine für das Jahr 2024 geplante bemannte Landung auf dem Mond gehören.

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